Womit Du anfängst, wenn Du Deine Finanzen in die eigene Hand nimmst

Aller Anfang ist schwer? Ach Quatsch, das Schwerste hast Du schon hinter Dir: Du hast Dich endlich dazu entschieden, Dich eigenverantwortlich um Deine Finanzen zu kümmern. Und ja, das ist tatsächlich die größte Herausforderung, die Du annehmen konntest. Wie viele Menschen “da draußen” verschließen lieber die Augen vor der Thematik oder verlassen sich blind auf ihre Banken und Versicherungen… Also: Herzlichen Glückwunsch!

Der Geist ist willig – aber der Wald voller Bäume

Damit Du Deine Entschlusskraft behältst und sie nicht den Weg aller Diäten und guter Vorsätze geht, möchte ich Dir heute einen Leitfaden an die Hand geben, wie du am effizientesten und geschicktesten Dein Finanzwissen auf Vordermann bringst und damit einen Prozess einleitest, der zwar seine Zeit braucht, sich aber Dein ganzes restliches Leben lang auszahlen wird.

Schaffe zuerst Ordnung in Deinem Kopf

Der Anfang jeder Finanzplanung wird doch schwierig, wenn Du versuchst, zu viel auf einmal anzugehen: “Ach Herrjee, ich habe so viele Versicherungen, von denen ich gar nicht weiß, was sie sollen und wie sie funktionieren. Ich habe gelesen, Bausparverträge sollen Mist sein und dann gibt es da ja noch diese ETFs, von denen alle reden dann. Und Riester, der ist ja auch nix, warum habe ich damals eigentlich auf den Verkäufer gehört? Und überhaupt, ich weiß ja, ich muss mehr sparen – aber dann muss ich auch mehr verdienen. Da ist doch was gewesen mit “passivem Einkommen” und T-Shirts bedrucken, das muss ich mir auch mal anschauen…!”
STOPP!
LASS DAS.

Du musst Prioritäten setzen und diese nacheinander abarbeiten. Es hat überhaupt keinen Sinn, an verschiedenen Enden des Knotens gleichzeitig zu zupfen, dadurch ziehst Du ihn nur noch fester zu.
Es gibt viele Möglichkeiten zu priorisieren, die einen fangen bei ihren Versicherungen an, die anderen bei ihrer Geldanlage und wieder andere bei ihrer Hausfinanzierung. Die Priorisierung, die sich nach meiner Erfahrung nach am ehesten bewährt hat weil es keine unnötigen Rückwärtsschleifen in der Abarbeitung gibt, sieht folgendermaßen aus:

  • Ordnung im Kopf (bist Du gerade dabei)
  • Ordnung in den Ordnern (Status)
  • Ordnung in den Konten (Haushaltsrechnung)
  • Finanzplan rechnen
  • Altersvorsorge
  • Risikovorsorge
  • Vermögensaufbau
  • Optimierung Einkommenssituation

Die einzelnen Themen hängen am Ende natürlich doch zusammen, deshalb bieten sie natürlich immer wieder Anlass, sich von dort aus zu “verfransen”.
Wenn das nur “Ausflugsweise” geschieht, zum Beispiel, weil Du gerade in einem Interview etwas über Risikoabsicherung gehört hast, obwohl Du an dem Punkt Altersvorsorge bist, ist das natürlich kein Problem. Wichtig ist nur, dass Du gleich wieder zu deinem eigentlichen Thema zurückkehrst: Mach Dir Notizen über das Gehörte unter der Abteilung Risikovorsorge in Deinem Ordner oder Notizblock und vergiss es wieder aus Deinem aktiven Gedächtnis.

Ordnung in den Ordnern

Bevor Du daran gehen kannst, irgendetwas zu verändern, musst Du erstmal wissen, was genau du überhaupt schon hast – und wenn Du gerade dabei bist, genau darüber eine Liste aufzuschreiben, kannst Du dich auch gleich des unnötigen Papier-Ballasts der letzten 120 Jahre entledigen.
In den (oder die) Versicherungsordner kommen die Versicherungen auch wieder gemäß Ihrer Hierarchie.

In die Abteilung “Altersvorsorge” gehören:

  • (private und gesetzliche) (auch fondsgebundene) Rentenversicherungen,
  • Lebensversicherungen,
  • Riester und / oder Rürup (auch oft als Basis-Rente tituliert) und
  • betriebliche Altersversorgung, gegebenenfalls auch Zusatzversorgungskassen u.ä.

In die Abteilung “Risikovorsorge” gehören:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung, ggbfs. Erwerbsunfähigkeit usw.
  • Unfallversicherung
  • Invalidität
  • (private) Krankenversicherung
  • Risiko-Lebensversicherung
  • Krankenzusatzversicherungen (Zähne, Augen, Brille, Heilpraktiker, Krankenhaus…)
  • eben alles, was mit Leib und Leben zu tun hat, z.Bsp. auch Pflegeversicherung

In die Abteilung “Sachversicherungen” kommt:

  • KfZ-Versicherung
  • Haftpflicht
  • Rechtschutz
  • Hausrat und Gebäude
  • eben alles, was mit Dingen zu tun hat, z.Bsp. auch Reise- oder Geschäftsinhaltsversicherungen.

Die Liste, die Du dazu anlegst, ist geschickter weise ebenfalls so unterteilt, an immer schnell zur Verfügung stehenden Daten schreibst Du Dir bitte auf:
Name  und Gegenstand der Versicherung, genaue Tarifbezeichnung, abgeschlossen wann, Anfangsbeitrag monatlich / jährlich XY €, Beitrag heute, wenn kapitalbildend: Stand heute und Rückkaufswert, falls vorhanden: (Garantie)Rente ab wann und wie viel.

Wegwerfen kannst Du: Alle Anschreiben auf denen Dir nur erzählt wird, dass sie Dich gerade anschreiben. Alle Unterlagen von bereits aufgelösten/abgerechneten Versicherungen und Sachverhalten, die älter als 3 Jahre sind. Sowieso: Alle alten Rechnungen (> 3 Jahre) von den Sachversicherungen, die Du hoffentlich nicht gebraucht hast.
Unbedingt behalten musst Du: Den – eventuell noch von Hand ausgefüllten – Originalantrag der Versicherung, die Originalpolice, die Beratungsdokumentation (wenn schon vorhanden), die damaligen “ich-versprech-Dir-was”-Verkaufsunterlagen und die ursprünglichen Vertragsbedingungen. Außerdem die Jahresstandsmitteilungen von allen Jahren (das dient aber eigentlich mehr dazu, die Historie nachzuvollziehen – wirklich etwas damit anfangen kann man ansonsten eher nichts). Ebenfalls aufheben solltest Du die aktuellen Vertragsbedingungen, falls sie mal im Laufe des Versicherungslebens geändert und dir zugeschickt wurden (ist meistens so).

Am Schluss sollten ein ordentlicher Stapel Altpapier und höchstens 2 – relativ schlanke – Ordner mit Versicherungsunterlagen übrig sein, die chronologisch sauber von hinten nach vorne (also ältestes Dokument nach unten) abgeheftet sind. Und natürlich die drei Blätter, auf denen Du den gesamten Inhalt der Ordner stichpunktartig notiert hast. Damit hast Du nun immer schnell den Überblick.

Als Einstieg in die Versicherungswelt finde ich dieses Video von Finanztip.de sehr schön.

Ordnung in den Konten

Ähnlich wie mit den Versicherungen dokumentierst Du im zweiten Schritt mal Deine Konten und machst dabei gerade eine Aufstellung deiner Ausgaben. Letzteres entfällt natürlich, wenn du sowieso schon ein Haushaltsbuch führst – aber das ist nun wirklich nicht jedermanns Sache. Wenn du irgendwann mal dahin kommst, ist es natürlich umso besser – Grundvoraussetzung für eine ordentliche Finanzplanung ist es aber sicherlich nicht. Wie Du anhand Deiner Kontoauszüge einen Kassensturz machst, erkläre ich ganz knackig hier im 1-Minuten-Finanztipp.
Übrigens: Auch alte Kontoauszüge darf man wegwerfen. Wenn Du nicht sentimental oder besonders aufbewahrungspflichtig bist, kann normalerweise alles > 3 Kalenderjahre weg.

A pros pos: Schreddern oder kleinreißen nicht vergessen. Während Du dieser stumpfsinnigen Arbeit nachgehst – und wenn Du Spaß und Freude an sowas hast – ist es eine Grundsatzempfehlung, Dir den Podcast vom Finanzrocker anzuhören. Am besten fängst Du wirklich bei Folge 1 an (Notizen machen nicht vergessen, Folgen, die sich gerade als Hauptthema mit Fonds, Anlagen, P2P, usw. beschäftigen auf später verschieben, wenn Du wenn Du dann soweit bist).

Konten lassen sich gut in Mindmap-Form dokumentieren: Male Dein Haupt-Girokonto (mit Bank und Kontonummer) in die Mitte deines Zettels und alle anderen Dir gehörenden (oder von Dir bestückten) Konten, Depots, Kreditkarten, Kindersparbücher usw. drumherum.
Falls dein Girokonto im Soll stehen sollte, ist das jetzt die allererste Baustelle, an der Du weiterarbeitest -> So kommst Du aus den Schulden raus

Übrig bleiben hier: 4 Abhefter (3 Jahre + das Aktuelle) Girokontoauszüge (ebenfalls chronologisch von hinten nach vorne), ein (höchstens zwei) Ordner mit Geld- und Sparsachen, 2 Blätter (1 mit der Mindmap, 1 mit der Einnahmen-Ausgaben-Liste).
Das Mindmapblatt dient übrigens auch wunderbar als “Nachlass-Vorsorge” – hier finden Deine Angehörigen auch gerade alle Angaben, die sie brauchen, falls Dir mal was passiert und irgendwer anders Deine Finanzen übernehmen oder abwickeln muss.

Finanzplan rechnen

Dieser Punkt wird zu gerne ausgelassen, dabei ist es meiner Meinung nach die große Klammer, die alles zusammenhält.

Selbstverständlich kommst Du auch ans Ziel, wenn Du zuerst alles rund um den Vermögensaufbau lernst und abarbeitest. Vielleicht kommst Du danach aber auf den Trichter, dass Du doch noch einen Teil sicherer Rentenversorgung brauchst?
Dann schließt Du also eine Rentenversicherung ab (oder optimierst Bestehendes), um dann wiederum festzustellen, dass Du jetzt aber wieder Geld vom Vermögensaufbau abziehen musst, weil es sonst mit dem Puffer-Ansparen wiederum zu eng wird.

Ja, es geht natürlich auch so. Du kannst ja schließlich alles im Internet nachlesen. 
Aber es dauert länger und kostet Dich mehr Nerven.
Besser ist es, Dir wenigstens ein grobes Gerüst eines Finanzplans zu erstellen. Dabei fängt man am idealsten hinten an, nämlich bei deinem Ziel, Deiner Rente bzw. dem Gesamtvermögen, welches Du für Deine Rente brauchst.

Rechne Dir aus, mit wie viel Geld Du auskommst, damit Du über die Runden kommst.
Diese Minimalrente ist die Summe, die Du keinem Risiko aussetzen solltest, sie sollte über möglichst sichere Kanäle erwirtschaftet werden: Das ist das, was über die Altersversorgung im Versicherungssinne abgedeckt sein sollte. Alles andere, der Luxus und das gute Leben, welches wir natürlich für unser Alter anstreben, können wir dann nämlich – völlig frei von jeder Existenzangst -, über den Vermögensaufbau erwirtschaften.
Diese geistige Trennung von Grundversorgung und Gut-Leben ist Gold wert: Du lässt Dich nicht mehr verwirren von Finanzprodukten, die Dir vermeintlich eine Wahnsinnsrendite bei 100%iger Sicherheit bieten, genauso wenig, wie Du Dich selbst hereinlegen wirst, indem Du Geldanlage, Versicherung und Spekulation miteinander vermengst und eine Menge an unnötigen Kosten bezahlen musst (davon abgesehen, dass du Dein Ziel nicht so leicht erreichen wirst).

Unterstützung

Es gibt gute Online-Tools wie z.Bsp. die XPS-Finanzsoftware für Privatleute. Gut sind auch die Altersvorsorge Rechen-Excel von Finanztest -> Altersvorsorge-Ermitteln-Sie-Ihren-Finanzbedarf und sehr gerne kannst Du auch mit dem kleinen Rentenrechner von Gisela Enders, den Du Dir hier abrufen kannst -> https://klunkerchen.com/rentenrechner/ arbeiten.

Von Altersvorsorge-Lückenrechnern, die Du sonst so im Netz findest (sehr gerne von Versicherungsgesellschaften) und Pauschal-Faustformeln wie “80% des Nettogehaltes sollten als Rente zur Verfügung stehen” rate ich explizit ab.

Wenn du das Bedürfnis hast, es selbst richtig rechnen zu lernen, kann ich Dir meine Rechenseminare oder den Selbstlernkurs anbieten (ein Rechenbuch kommt auch noch, aber das wird noch ein wenig dauern), das Bildungsangebot in dieser Richtung ist noch verschwindend gering.

Altersvorsorge

Jetzt erst ist es an der Zeit, sich eingehend mit der tatsächlichen Altersvorsorge zu beschäftigen.
Du hast deine Liste. Du weißt jetzt, wo Du mit diesem Teil Deiner Finanzprodukte hinwillst. Und jetzt kannst du sie auch daraufhin überprüfen.
Neben meinen Webinaren und dem Grundsatz-Leitfaden zu diesem Thema bietet es sich spätestens jetzt an, sich ein wenig Fachliteratur anzulesen:
Ich finde den Finanztip-Ratgeber recht gut->  https://www.finanztip.de/altersvorsorge/, außerdem natürlich auch die Finanztest-Hefte, bzw. das Altersvorsorge-Grundsatzbuch, welches Du dort im Online-Shop käuflich erwerben kannst.

Mittelgut gefällt mir auch die Podcastfolge vom Versicherungsgeflüster zu dem Thema -> https://versicherungsgefluester-podcast.de/folge011-altersvorsorge-so-machen-wir-es/.
Nur mittelgut übrigens deshalb, weil die zwei netten Jungs vom Versicherungsgeflüster Provisionsmakler sind (und verständlicherweise nicht erwähnen, dass es auch Honorarberater und Honorarberatertarife gibt) und außerdem sind sie offensichtlich recht große Fans von fondsgebundenen Rentenversicherungen und Cash-Backs (derweil ich Fan von klassischen Rentenversicherungen bin und Cash-Backs einfach furchtbar finde. Das ist aber normal. Anlageberater reagieren stets allergisch auf “Geldanlage im Versicherungsmantel”…). Trotzdem, sie erklären recht gut, was es mit den Steuern und dem Langlebigkeitsrisiko auf sich hat.

Je nachdem, wie sehr Dich das Thema “Altersvorsorge-Versicherungen” antickt, ist es jetzt Zeit, Deinen Versicherungsmakler der Wahl anzurufen und einen Optimierungs- / Aufklärungstermin zu machen oder Dir einen Honorarberater zu suchen. Selbstverständlich kannst Du auch noch vieeeel weiter ins Thema reingehen und Dich entscheiden, Dir Deine Sachen selbst zusammenzusuchen.

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge behandelst Du im Prinzip analog der Altersvorsorge.
Allerdings würde ich hier vor allem bei den “großen Versicherungen” Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung nicht auf fachkundige Hilfe verzichten wollen – Honorar oder Provision hin oder her.

Sachversicherungen

Das sind die Versicherungen, bei denen ich passe: Der Kleinkram ist unglaublich wichtig (hey, heute noch ohne private Haftpflichtversicherung durchs Leben zu laufen ist einfach nur fahrlässig!) – aber er ist auch unglaublich kleinteilig. Glasversicherung bis wie viel ist wo drin? Braucht man das überhaupt? Und dieser KfZ-Tarifwechselwahn jedes Jahr!

Du kannst Dich jetzt entscheiden, auch diese Versicherungen in Gänze abzuarbeiten – oder aber Du verifizierst nur kurz, dass die wichtigsten Sachen gemacht sind und verschiebst das Optimieren/ Reinknien auf später, damit Du Dich nicht zu lange aufhalten musst, bis Du an die wirklich interessanten Geschichten drangehen kannst:

Der Vermögensaufbau

Das hier ist der schönste und spannendste Teil der finanziellen Selbstemanzipation. Und weil das so ist, gibt es hier auch am meisten darüber zu lernen: Dir steht die ganze Welt der Geldanlage offen, Dein Geld für Dich arbeiten zu lassen!

Da es nur 5 Möglichkeiten der Geldanlage gibt, kannst du das aber trotzdem strategisch angehen und brauchst Dich nicht zu verzetteln.
Am Ende läuft es auf eine Kombination aus Bankanlagen, Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilien heraus – bei jedem anders gewichtet, jeder nach seinem individuellen Risikoprofil und nach seinem persönlichen Geschmack. Ob Du Dir gemanagte Fonds anschaffst, Einzelaktien kaufst, Dir Dein eigenes ETF-Depot baust (oder bauen lässt) und / oder Vermieter wirst, solltest Du ganz alleine entscheiden und ob Du dabei Beratung benötigst ebenfalls.
Klar muss Dir aber sein:
Beratung kostet immer Geld, selber machen kostet Zeit und Gehirnschmalz, beides ist aber vollkommen in Ordnung. Du kannst übrigens auch einen Mittelweg gehen und Dich beim Selbermachen professionell begleiten lassen. 😉
Wie Du den richtigen Finanzberater findest, wenn Du einen suchen solltest, erkläre ich hier -> So findest Du den richtigen Finanzberater

Wichtig: Auch der beste Finanzberater enthebt Dich nicht der Verantwortung, Dich selbst zumindest in den Grundlagen ordnungsgemäß schlau zu machen.

Neben der Podcast-Hörerei empfehle ich dazu das schön zu lesende Grundlagenbuch von Albert Warnecke (Der Finanzwesir) “Was Sie über Vermögensaufbau wirklich wissen müssen.” und das “Handbuch Geldanlage” von Finanztest.
Über die ganze andere Fachliteratur wirst du sowieso von selbst stolpern, spätestens dann, wenn Du Dich auch in den entsprechenden Facebookgruppen wie “Deine Finanzbildung” (die ist von mir) oder “Madame Moneypenny” tummelst. Von denen aus kann es dann auch durchaus spezialisiert weitergehen, wie zur “Aktien mit Kopf“-Gruppe (sehr eigen, muss man mögen) oder zur “Dividendenstrategie“-Gruppe undundund.

Optimierung der Einkommenssituation

Jetzt bist Du fast fertig. Falls Du unter dem ganzen Finanzwissen jetzt nicht zusammengebrochen bist und Feuer gefangen hast, kann es sein, dass Du auch an dem anderen Ende des Knotens noch ziehen möchtest:
Wie kommst mehr Geld in deine Kasse, damit Du es für Dich gut verwenden kannst?
Hier bewegen wir uns aus dem Finanzbereich hinaus in die Persönlichkeits- und Karriereentwicklung, es gehören hier aber auch Neben- und Zusatzerwerbsmöglichkeiten hinzu wie z.Bsp. Affiliate-Marketing, Selfpublishing, Network-Marketing usw..
Es gibt unzählige Möglichkeiten, auf dieser Welt, Geld zu verdienen oder aus Deinem Job mehr zu machen.
Aber sei bitte vorsichtig, hier sind eine Menge Abzocker und Traumversprecher unterwegs: Auch passives Einkommen verlangt harte Arbeit.

Und die Hausfinanzierung?

Falls Du Dich gewundert hast, dass das Thema Hausfinanzierung überhaupt keinen Platz im Plan gefunden hat, so hat das zwei Gründe:
1. Es hat nicht jeder ein Haus oder eine Eigentumswohnung – und viele wollen es auch nicht.
2. Eine bestehende Hypothekenfinanzierung für Dein selbstbewohntes Eigentum kann i.d.R. erst mit Ablauf der Zinsfestschreibung optimiert werden. Das heißt, Du kannst jetzt sowieso nichts daran ändern – also kannst Du es auch geistig hintenan stellen. Falls Du allerdings planst, Eigentum zur Selbstnutzung zu erwerben, gehört es thematisch in einen Block direkt nach der Altersvorsorge (es ist weder eine “richtige” Altersvorsorge, noch eine Geldanlage) – und natürlich muss es in den Finanzplan eingerechnet werden.

Und wie lange dauert das alles?

Ganz ehrlich – ich weiß es nicht.
Es kommt darauf an, wie tief Du dich in die jeweiligen Themen einarbeitest und wie stetig Du am Ball bleibst.
Außerdem hängt es natürlich daran, über wie viele Altlasten Du entscheiden musst – es liegt also in der Natur der Sache, dass ein junger Mensch, der gerade mal mit einem Girokonto und einem Tagesgeld ins Berufsleben startet, deutlich schneller seinen Finanzplan erstellt und umgesetzt hat, als ein mittelalter Mensch, der bereits einiges an Finanzprodukten, Gewohnheiten und Ängsten aufräumen muss.
Außerdem müssen die ganzen Inhalte, die Du während des Prozesses lernst, ja auch verarbeitet werden. Die ganzen Puzzleteile müssen ihren Platz finden und das Leben geht ja auch noch weiter…
Falls es dir als Anhaltspunkt dient:
Ich plane einen begleiteten Gruppenkurs, der in 6 Monaten gelassen durch den Prozess führt. Ohne professionelle Begleitung (die einem ab und an in den Popo tritt und für den nötigen Motivationsschub sorgt) und mit dem üblich anstrengenden Leben drumherum braucht man vielleicht ein dreiviertel Jahr.
Manche Überflieger schaffen es aber auch in 3 Monaten – rechne keinesfalls mit weniger, willst Du wirklich sorgfältig vorgehen.

Wichtig ist, dass du Dich eben beim schlau-machen nicht verzettelst und die Richtung verlierst – und ich hoffe, dass Dir der Fahrplan ein wenig Richtschnur sein kann, Dich immer wieder auf das zu fokussieren, was gerade Dein Thema bist.

Schon der weise Konfuzius sagte:

Wie isst man einen Elefanten?
Stück für Stück!

 

 

 

 

3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Man sollte immer genau wissen, was man will, wenn man in die Finanzwelt einsteigt. Gerade beim investieren benötigt man Erfahrung.
    Mit besten Grüßen,
    Manuel

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