Vom Geld, Glaubenssätzen und Kontoständen, Teil II

Immer aktuell ist das Thema der Blogparade – drum kann ich Euch heute in aller Ruhe den zweiten Teil der tollen Artikel vorstellen:

Dein Bankkonto zeigt dir direkt deine inneren Programme auf,

praying for moneysagt Mathias. Coach Mathias schreibt einen Blog für Träumer, Gläubige, Abenteuerlustige, unabhängige Denker und alle anderen, die bereit sind, vorgefasste Meinungen über das Leben zu überdenken.
Wenn ich ganz furchtbar ehrlich sein soll, so ist mir die Schreibe einen Ticken zu esoterisch* – und er hat in vielen Punkten seines Artikels absolut recht: Deine Einstellung zu Geld, Dein Selbstwertgefühl, Deine (falsche) Bescheidenheit, Deine Integrität und Deine Ziele, die Du mit Deinem Geld v-erfolg-st, sind entscheidend.

Noch esoterischer (ja, ich weiß, ich werde gleich gesteinigt! – weiter unten leiste ich aber noch Abbitte*) ist Oliver mit seiner Aufstellungsarbeit in Sachen Geld. Er stellt nämlich eine geradezu ketzerische Frage:

Was können wir für das Geld tun?

Das finde ich spannend. Geld als “Person” zu betrachten, mit der man eine Beziehung hegen und pflegen sollte, damit sie einem gewogen ist (oder bleibt), ist ein Ansatz, über den man nachdenken könnte…

Auch Monika Gründel will Menschen ganzheitlich dabei unterstützen und begleiten, „ihr Ding“ zu machen. Als 100%e-Idealistin beschäftigt sich ihr Artikel mit der Leitungsgesellschaft und wie Idealisten (landläufig auch gerne als Spinner, Esoteriker*, Weltfremde oder sonstwie Realitätsferne betitelt) ihren Platz darin finden. Die Leistungsgesellschaft trennt Menschen mit innerem Reichtum von den Menschen mit äußerem Reichtum voneinander:Small plant on pile of soil

Jetzt ist es aber doch offensichtlich, dass die einen haben, was die anderen brauchen.
Ist es deswegen nicht einfach an der Zeit eine neue Lösung in die Welt zu bringen, von der alle profitieren?

 

Sehr emotional wird es bei Cornelia Stressl, denn sie hat einen hochinteressanten Tipp: Schreibt doch mal einen Liebesbrief ans Geld. Im ersten Augenblick mag die Irritation sehr groß sein: wie, einen Brief ans Geld schreiben? Was soll das denn?

Tja, warum eigentlich nicht?

Was hast Du denn zu verlieren, wenn Du Dich mal eine Viertelstunde hinsetzt und ein paar Zeilen zu Papier bringst, die sowieso nur Du selber lesen wirst? Außer, dass Du Dir zuerst mal unglaublich albern vorkommen wirst, kann es nur bewirken, dass Dir vielleicht irgendwas auffällt:
negative Formulierungen, Sprüche, die Du beim nochmaligen Lesen eigentlich blöd findest, oder ein Glaubenssatz, der Dir so noch gar nicht bewusst war.

Den vorletzten zu besprechenden Artikel von Sybille Johann, ihres Zeichens Psychospirituelle Lebensberaterin finde ich ziemlich cool. Wem ihre Berufsbezeichnung zu esoterisch* ist, dem sei es trotzdem angeraten, ihren Artikel zu lesen, ganz zu schweigen von dem coolen Klofrosch, auf den ich geradezu neidisch bin.
money.jpgSie macht eine schlichte Ansage: Reichtum – ich mach mit!
“Irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Wenn ich mir so aufzähle, was ich in vielen vielen Jahren so zusammen gedacht habe, wird mir schlecht. Denn da habe ich überwiegend in der Minus-Seite gedacht. Und das, was da war, habe ich hingenommen ohne es wirklich wertzuschätzen.

Reichtum ist mehr als ein paar Scheine unter dem Kopfkissen. “

 

(* Und nun zum Thema Esoterik: Wikipedia bezeichnet die Esoterik als eine “in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist.”
Ich neige ebenfalls zu der Ansicht, dass sich die traditionelle Wortbedeutung auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg bezieht – und ich für meinen Teil möchte diese Spiritualität nicht ab- oder bewerten, sondern “stehen lassen”.
Viele Wege führen zum Geld und ich maße mir nicht an, exclusiv über das Navigationssystem mit der kürzesten Route zu verfügen.
Außerdem: wer sagt, das die kürzeste Route auch die Schnellste, Schönste oder Beste ist?)

Und nun zum letzten Artikel der Blogparade *schluchz*.

Hier wird es dann nochmal richtig anspruchsvoll:
denn Alexandra Stöhr ist Betriebswirtin, NLP-Königin, Wirtschaftsmediatorin und noch vieles mehr.

Problem - Analyse - LösungSie schreibt über die neurowissenschaftlichen Vorgänge, die in unserem Hirn vorgehen, wenn wir uns mit dem Thema Geld beschäftigen.
Ehrlich gesagt war mir auch vorher schon latent klar, dass die Annahme der klassischen Ökonomie, der Bedarf eines bestimmten Gutes, sein Preis, die Qualität und unser Einkommen würden unsere Entscheidungen lenken, schlicht falsch ist.
Dazu braucht man sich nur die psychologisch getriebenen Marktverwerfungen oder den Einkaufswagen des Vordermanns an der Kasse anschauen (in unseren eigenen Einkaufswagen mögen bitte die anderen schauen, der ist selbstverständlich nur von ökonomischen Abwägbarkeiten bestimmt!).

Interessant finde ich, dass unser Kopf überhaupt nicht dafür gemacht ist, mit Geld als Tauschmittel effizient und “vernünftig” umzugehen – wir müssen uns ein Finanzbewusstsein erarbeiten und uns eine Finanzkompetenz antrainieren, sonst werden wir immer Spielball unserer diversen Belohnungs- und Vermeidungszentren unseres Gehirns bleiben.

Und das führt mich geradezu zu dem idealen Schlußsatz und dem fast genialen Fazit dieser Blogparade:

Unser Gehirn ist ein soziales Organ, kein ökonomisches.

 

 

 

Weitere Artikel zu diesen Themen:
-> Paradeartikel Teil I
-> Warum wir alle Kaninchen sind
-> Wir brauchen keine Mathematik, wir brauchen Begeisterung

 

 

 

 

 

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