Falls du meinen ersten Artikel zum bevorstehenden Online Kurs nicht gelesen hast – dann schau hier noch einmal nach, weshalb ich mich entschlossen habe diesen Kurs überhaupt ins Leben zu rufen.

Heute will ich Dir erzählen, warum ich mich entschieden habe, mit der Preisgestaltung dieses Kurses gegen den Hochpreiscoaching-Strom zu schwimmen.

Boah, Anette, der Kurs ist viel zu billig!

Als ich meinen Freunden aus der Onlinebranche erzählt habe (oh ja, wir tauschen uns untereinander durchaus aus und das ist sehr wertvoll! 🙂 ), dass – und zu welchem Preis – ich diesen Kurs anbieten will, kam einhellig die Reaktion: „Aber das ist doch viel zu billig!“.
Und ja, wenn Du Dich in der Finanz-(Coaching)-Szene so umschaust, wirst Du feststellen, dass mein Kurs (r)echt günstig im Vergleich zu vielen anderen namhaften Angeboten ist.

Ich bin mir dessen durchaus bewusst.
Und ja, ich hätte auch keinerlei Sorge ihn zu einem höheren Preis anzubieten – denn ich weiß, dass er es wert ist.

All das spielt aber für mich eine untergeordnete Rolle. Denn in diesem Fall ist der Preis ein persönliches Statement von mir: Ich will ihn so günstig wie möglich anbieten.

Warum?

Jede Firma, jeder Selbständige braucht, um nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ein „Warum„, welches außerhalb des einfachen Selbstzwecks der eigenen Existenzsicherung liegt*. Mein Auftrag, mein Warum, ist es, die Welt zu verbessern, indem ich Menschen helfe, vorausschauend, bewusst und souverän mit ihrem Geld umzugehen (damit sie wiederum frei genug sind, ihren eigenen Teil zum Gelingen der Welt beitragen können).

Schau nicht in anderer Leute Geldbeutel!

Darum ist einer meiner liebsten Sprüche, wenn wir in meinen Unternehmensberatungen an der Preiskalkulation arbeiten: „Schaue niemals in den Geldbeutel Deiner Kunden!“.

Damit ist natürlich nicht gemeint: „Erhöhe Deine Preise so lange, bis Du an der Nachfrage (oder am Feedback und der zunehmend schlechten Reputation) merkst, dass Du jetzt die absolut oberste Schwelle erreicht hast.“ (Diese Denkweise ist zwar auch recht verbreitet, bricht dem Unternehmen aber auf Dauer das betriebswirtschaftliche Genick: Es hat noch nie dauerhaft funktioniert, ein Minimum zu leisten und ein Maximum (an Geld) dafür rauszuholen.)

Damit ist gemeint, dass man sich als Unternehmer nicht dazu verleiten lassen sollte, die eigenen Preise danach auszurichten, was man selbst glaubt, was die Kunden sich leisten können. Kunden entscheiden nicht nach dem Kriterium „Habe ich soviel Geld übrig, dass ich mir das leisten kann?“, sondern wir entscheiden alle mit der Frage „Nutzt mir das Produkt so sehr, das ich das Geld dafür aufbringen will?“

Die Aufgabe für den Unternehmer mit einem klaren Warum besteht also niemals darin, über den Preis (egal ob nach unten oder nach oben) zu verkaufen, sondern darin, seine Produkte so auszugestalten, dass die Kunden gerne bereit sind, den aufgerufenen Preis zu bezahlen.

Lieber Schmetterlinge im Bauch statt Bauchweh!

Und so entsteht für mich die beste Verkaufsstrategie: Ich schaffe eine Win-Win Situation für beide Seiten.

Jetzt kommen wir zu meinem Statement, welches ich oben schon angedeutet hatte….
Ich stelle im gottlob ständig wachsenden Finanzbildungs- Coachings- und Beratermarkt leider gar nicht so selten fest, dass da einiges an Abzocke läuft. (Du erinnerst Dich? Wenig reinstecken und viel rausholen?).

Kraft meiner über 30-jährigen Berufserfahrung und meiner recht beachtlichen Themenkompetenz kann ich Dir versichern:
Es gibt im privaten Altersvorsorge- und Vermögensaufbaubereich keinen solch wahnsinnig geheimen Content, der es rechtfertigen würde, so teuer verkauft zu werden, dass eine 4-köpfige Familie davon zwei Wochen in Urlaub fahren könnte. Und es gibt keinen Lehrer / Trainer / Coach, der diesen Inhalt auf eine solch unnachahmlich tolle Weise in einem Kurs mit vielen Teilnehmern vermitteln könnte, dass es den Preis eines Kleinwagens rechtfertigen würde.

Und doch verkaufen die „Stars der Szene“ solche Kurse mit solchen Preisen momentan wie geschnittenes Brot.

Wie ist das möglich?

Es ist möglich, weil die Teilnehmer der Kurse über zu wenig Finanzbildung verfügen, um beurteilen zu können, was sie lernen. Es ist möglich, weil sie einen Namen kaufen, nicht das Produkt. Wie bei einem I-Phone, welches de facto eigentlich zu teuer ist (und alle wissen es). Und hier geht es schließlich nicht um Design, sondern um DEIN Geld.

Ich finde, Starallüren stehen mir nicht

Ich mag solche Spiele nicht, ich bekomme da statt Schmetterlingen im Bauch ganz fieses Magengrimmen. Selbstverständlich will und muss ich mit meinem Unternehmen Geld verdienen, nachhaltig erfolgreich macht mich aber, dass mein WARUM klar „Bring die Finanzbildung in die Welt!“ und nicht „Mach mich reich und berühmt!“ lautet. (Wenn ich nebenbei zufällig noch superreich und weltberühmt werde, so soll mir das recht sein, ist aber nur ein Nebeneffekt. 😉 )

Also:

Der Rente ohne Roulette-Kurs ist so günstig, weil ich will, dass keiner mehr als ein durchschnittliches deutsches Monats-Nettogehalt dafür aufbringen muss (was für diejenigen schon eine recht heftige, aber lohnenswerte Investition ist).

 

* Diese Erkenntnis ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern aus dem extrem empfehlenswerten Buch von Simon Sinek, „Frag immer erst nach dem Warum“ abgeleitet und verinnerlicht.