Produkte und Produktgeber | Finanzbildung https://www.finanzbildung.jetzt Nimm Dein Finanzleben selbst in die Hand. Fri, 26 Oct 2018 06:07:58 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 1-Minuten-Finanztipp: Ausschüttende ETF’s https://www.finanzbildung.jetzt/ausschuettende-etfs/ https://www.finanzbildung.jetzt/ausschuettende-etfs/#comments Fri, 26 Oct 2018 06:07:58 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=8271 Wie ist das denn mit der Auszahlung, wenn ich ausschüttende ETF’s kaufe? Diese Frage stellt sich gerade dann, wenn man das erste mal einen ausschüttenden ETF kauft. Erhält man dann eigentlich die ganze Ausschüttung, egal wann man den ETF gekauft hat? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Ja. Selbst wenn Du den Fonds erst einen […]

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Wie ist das denn mit der Auszahlung, wenn ich ausschüttende ETF’s kaufe?

Diese Frage stellt sich gerade dann, wenn man das erste mal einen ausschüttenden ETF kauft. Erhält man dann eigentlich die ganze Ausschüttung, egal wann man den ETF gekauft hat?

Die Antwort darauf ist ganz einfach: Ja. Selbst wenn Du den Fonds erst einen Tag vor der Ausschüttung kaufst.

Das mag etwas kontraintuitiv daherkommen und funktioniert anders als bei Anleihen. (Bei Zinspapieren musst du den Vorbesitzer praktisch „ausbezahlen“. Tatsächlich erstattest du ihm seine Zinsen bis zum Kaufzeitpunkt, denn schließlich war es sein Geld, welches vorher gearbeitet hat.).

 

Genau wie bei einer Einzelaktie

Sobald du die Ausschüttung aus Deinem ETF erhältst, mindert sich der Wert des selbigen genau um diesen Wert. Daher kann dir auch alles ausbezahlt werden. Die Verfahrensweise ist genau die gleiche, als wenn Du eine Einzelaktie kaufst und hier die Dividende ausgeschüttet wird: Der Kurs der Aktie (wie beim Fonds) fällt um genau die gleiche Summe, wie Du sie am nächsten morgen auf Deinem Verrechnungskonto vorfindest.

Gar nicht so schwer oder?

Ich hoffe das hat dir etwas geholfen deinen ausschüttenden ETF etwas besser zu verstehen, falls nicht, schreibe doch einfach weitere Fragen in die Kommentare und lass uns das gemeinsam hier erörtern.

Ich freue mich von dir zu lesen / hören und wünsche dir einen tollen Tag.

Deine Anette

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Nicht irgendeinen Fonds https://www.finanzbildung.jetzt/nicht-irgendeinen-fonds-2/ https://www.finanzbildung.jetzt/nicht-irgendeinen-fonds-2/#respond Thu, 04 Oct 2018 07:42:07 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=8215 Willst Du einen (anständigen) Vermögensberater auf die Palme bringen, brauchst Du nur eine einzige Frage an ihn zu stellen. Die lautet ungefähr so: „Sag doch mal, welcher Fonds ist denn richtig gut für die Altersvorsorge?“ Mich jedenfalls bekommst Du sofort damit. Ich bekomme auf der Stelle hektische Flecken ins Gesicht und weiß genau, dass die […]

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Willst Du einen (anständigen) Vermögensberater auf die Palme bringen, brauchst Du nur eine einzige Frage an ihn zu stellen. Die lautet ungefähr so: „Sag doch mal, welcher Fonds ist denn richtig gut für die Altersvorsorge?“

Mich jedenfalls bekommst Du sofort damit. Ich bekomme auf der Stelle hektische Flecken ins Gesicht und weiß genau, dass die Antwort, die ich Dir geben werde, überhaupt nicht das ist, was Du eigentlich hören willst.

Einfach ist nicht. „Richtig gut“ auch nicht.

Die Intension hinter der Frage ist klar: Eigentlich will der Fragesteller das beste Produkt für sich selbst wissen, dass er dann einfach kaufen kann, ohne tiefer in die Sache einzusteigen.
Als zweitbeste Antwort (und weil latent durchaus das Bewusstsein vorhanden ist, dass es ohne eingängige individuelle Beschäftigung mit dem leidigen Thema vielleicht nicht die perfekte zwischen-Tür-und-Angel-Antwort geben könnte), wäre auch befriedigend, zu wissen, welcher Fonds generell gut ist. Das ist dann vielleicht nicht die optimalste und passgenaueste Lösung – aber es ist nicht falsch.
Mehr will man ja eigentlich nicht.

Jedes individuelle Leben hat eine individuelle Vorsorge 

Willst Du praktische Produktvorschläge, die mit dem Einrichten eines monatlichen Dauerauftrages Dein schlechtes Gewissen befriedigen und Dir eine gewisse Form der Vorsorge liefern, so bist Du bei den meisten Banken und sogar bei den meisten Versicherungsggesellschaften recht gut aufgehoben. Stell diese Frage dort, und man wird Dir begeistert ganz viele Antworten geben.

Meine Meinung dazu ist ganz klar:
Einfach so irgendeinen generell guten Fonds (von denen es sehr sehr viele gibt!) zu nehmen, ist ein bisschen so, wie Geld aus dem Fenster werfen. Und was die Empfehlerseite betrifft: Einen Fonds „einfach mal so“ zu empfehlen und zu hoffen „das wird schon passen“ ist völliger Quatsch und zudem fahrlässig.

Ein Minimum an Hirnschmalz

Ein bisschen Zeit und Gedanken musst Du Dir zum Thema Vorsorge schon machen und allein, weil Du Frage stellst, bist Du ja schon auf dem Weg.

Tu Dir also bitte selbst den Gefallen und gehe noch einen Schritt weiter:
Suche nicht nach einer Allzweckwaffe im Fondsregal des riesigen Supermarkts der Produktmöglichkeiten – sondern überlege dir tatsächlich was du willst und was du brauchst, um dann eine passende Vorsorgestrategie aufzubauen, aufgrund derer Du dann die passenden Fonds wählen kannst.

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1-Minuten-Finanztipp: Ein Bausparvertrag ist keine Geldanlage. https://www.finanzbildung.jetzt/ein-bausparvertrag-ist-keine-geldanlage/ https://www.finanzbildung.jetzt/ein-bausparvertrag-ist-keine-geldanlage/#comments Mon, 24 Sep 2018 14:01:32 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=8134 Damit ist eigentlich schon das Wichtigste gesagt und ich habe fertig. 😉 Aber nein, wir machen dann doch lieber eins nach dem anderen: Mir ist in letzter Zeit wieder gehäuft zu Ohren gekommen, das Banken vermehrt versuchen, Bausparverträge zu verkaufen, indem sie diese Verträge als Geldanlage anpreisen. Besonders beliebtes Klientel scheint dafür momentan die ältere […]

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Damit ist eigentlich schon das Wichtigste gesagt und ich habe fertig. 😉
Aber nein, wir machen dann doch lieber eins nach dem anderen: Mir ist in letzter Zeit wieder gehäuft zu Ohren gekommen, das Banken vermehrt versuchen, Bausparverträge zu verkaufen, indem sie diese Verträge als Geldanlage anpreisen. Besonders beliebtes Klientel scheint dafür momentan die ältere Generation +70 zu sein…

Macht das Sinn?

Auf diese Frage gibt es aus meiner Sicht nur eine Antwort: NEIN!

Was ist ein Bausparvertrag überhaupt?

Um es stark verkürzt zu sagen, ist ein Bausparvertrag ein kombinierter Spar- und Darlehensvertrag mit einer Spezialbank: Du als Kunde verpflichtest Dich, dort eine gewisse Summe (ca. 40- bis 50% des Vertragsvolumens) mit sehr niedrigen Guthaben-Zinsen anzusparen – und dafür verpflichten die sich, Dir den Rest der Bausparsumme zu einem besonders niedrigen Zinssatz zu leihen, wenn es denn soweit ist.
Eingesetzt werden darf dieser Kredit aber nur für Steine (Bauen, Kaufen oder Umbauen), für nichts anderes.

Mit einem Bausparer kaufst Du Dir also eine heute schon feststehenden Darlehenszins in der Zukunft ein – nicht mehr und nicht weniger.
(Momentan ist das ein nicht ganz unschlaues Geschäft für Leute, die schon sehr genau wissen, dass sie irgendwann später eine Hypothekenschuld aufnehmen oder umschulden wollen.)

Unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Ziele.

Der Bausparvertrag ist also nicht per se schlecht. Es kommt nur immer darauf an wer, zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Ziel einen abschließt.

 

Bausparverträge legen kein Geld für Dich an

So oder so … der Sinn von Bausparverträgen für Menschen die älter als 60 sind, erschließt sich mir nicht. Rentner und ältere Semester „investieren“ hier nicht sinnvoll für sich selbst:
Klar, so einen Bausparer kann man natürlich vererben – aber was ist, wenn die Erben überhaupt kein Interesse an Steinen haben?
Und sicher, man kann auch das Guthaben wieder aus einem Bausparvertrag herausnemen – aber erwähnte ich schon, dass es extrem wenige Guthabenzinsen (momentan ca. 0,10%) dafür gibt? Und dass ein Bausparer i.d.R. mindestens 1% Abschlussgebühr kostet?

Also frage Dich – ob Senior, Junior oder Mittelalter – bei allem, was Dir als Geldanlage angeboten wird, was DU eigentlich willst, wohin du willst – und dann wähle dann entsprechend selbst Dein Produkt aus.

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Ausflug in die alte Welt… https://www.finanzbildung.jetzt/ausflug-in-die-alte-welt-2/ https://www.finanzbildung.jetzt/ausflug-in-die-alte-welt-2/#respond Wed, 25 Jul 2018 12:44:18 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=7934 Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Mahatma Gandhi). Du kennst den Spruch, ja? Wenn nein, dann jetzt. Ich scheine mit der Finanzbildung zumindest die erste Stufe ziemlich schadlos überstanden zu haben – denn alle anderen Stufen schaffen es problemlos, sich in einem einzigen Raum […]

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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Mahatma Gandhi).
Du kennst den Spruch, ja? Wenn nein, dann jetzt.
Ich scheine mit der Finanzbildung zumindest die erste Stufe ziemlich schadlos überstanden zu haben – denn alle anderen Stufen schaffen es problemlos, sich in einem einzigen Raum zu versammeln.

Die Branche ruft mich

Ich gebe zu, ich bin geschmeichelt: Ich wurde vom „Europäischen Institut für Qualtitätsmanagement finanzmathematischer Produkte und Verfahren“ eingeladen, als Gastrednerin auf ihrem Fachtag zu sprechen.
Wer das Institut nicht kennt (ich kannte es vorher auch nicht, aber das sind diejenigen, die z. Bsp. für die von der BaFin geforderten Kundeninformationsblättern mitverantwortlich sind): Hier versammeln sich in verschiedenen Fachgruppen die Hochintelligenz der deutschen Versicherungswirtschaft und versucht, Gutes zu tun. Der Verein ist also schon eine echte Hausnummer, hat Verbindungen in die Politik und nicht unerheblichen Einfluss darauf, was in unserer Finanzwelt an Produkten dann letztendlich die Welt erblickt.

Nun, ich kenne diese Art Finanzler. Das sind die gleichen, mit denen ich früher in den Führungsetagen der Bank zu tun hatte – nur eine Nummer größer. Genau die, bei denen all meine alten Glaubenssätze Polka tanzen. Ich hasse Vorurteile. Vor allem, wenn ich selbst welche habe. Ja, das ist eine Baustelle von mir: Ich habe ein ernsthaftes Problem damit, geballten Ansammlungen von anzugtragenden Finanzlern ohne eine gewisse Grundskepsis gegenüberzutreten. Und ich weiß, dass das weder gerecht, noch richtig ist.

Also habe ich zugesagt. Über diese Schwelle muss ich ja nun endlich mal weg. Immerhin bin ich diesem Institut aufgefallen. Sie sind neugierig und wollen wisssen, was ich tue: Das ist deutlich mehr als ignorieren. Vielleicht eine Gelegenheit für mich, etwas zu bewegen?

#Eshatsichnichtsgeändert

Als ich in den Raum komme, bietet sich mir das gewohnte Branchenbild: 40 Menschen, davon 35 Männer, 5 Frauen. Wie immer also.
Jeweils eine Frau und ein Mann in Zivil, alle anderen sind im Anzug (das sind die Quoten-Revoluzzer).  Auch wie immer.
Am Alter der Personen kann man immer ganz gut die zugedachte Wichtigkeit der Veranstaltung erkennen: Hier sind 70% der Anwesenden deutlich über 40, man schickt also nicht die Jungen zum Erfahrungen sammeln, sondern eher die Alten, um die Pfründe zu wahren. Auch das ist – wie immer.

#InnovationensindVeränderung – oder doch nicht?

Die Veranstaltung beginnt mit der durchaus interessanten und symathischen Vorstellung der Arbeit des vergangenen Jahres des EI-QFM, mehrmals werden Punkte angesprochen, bei denen ich aufhorche: Es geht um die Qualität mittels Standardisierung der Beratungsprozesse (ja, das ist im Massegeschäft unerlässlich – obwohl ich der Meinung bin, dass es sowas wie das „Massegschäft“ – genau betrachtet – überhaupt nicht gibt). Die Fachgruppen haben auch verglichen, wie sie jeweils rechnen (reine Finanzmathematik. Interessant, dass die Mathematik der einen Versicherung anscheinend anders als die Mathematik der Anderen ist.) Lauter solche Sachen eben – ich glaube, Du hättest Dich gelangweilt, für mich war das alles aber brennend spannend: Die Probleme sind die gleichen wie früher.

Bevor ich dann dran bin, folgen zwei Fach-Slots:
Einmal geht es um einen neuen Beratungsprozess einer Versicherung. Alter Wein in neuen, digitalen Schläuchen. Kundenangaben kommen oben rein, unten kommt Produkt raus. Aber: geschickt gemacht. Mit Web-Bots und DSGVO-konform, alles gut. Trotzdem beginnt es, in mir zu grummeln. Ist es schon Innovation, wenn ich das Gleiche, was ich immer schon gemacht habe, einfach nur verfeinere?

Der zweite Slot geht um (vereinfacht gesprochen) die untereinander-Angleichung von Risikoklassen im Versicherungsgeschäft. Der Kunde soll anhand einer Einstufung erkennen können, welchem Risiko er sein Geld mit dem Kauf eines Produktes aussetzt. Wir haben bereits zwei solcher Einstufungen,  diese neue soll jetzt eben mit einer anderen Formulierung und der Graduierung des Kundenbedürfnisses (statt ja/nein nun eben 80% ja, 20% nein) viel besser sein, als die anderen. Ist das schon Innovation, wenn ich komplexe Produkte komplex standardisiere?

#OhneFinanzbildungistallesnichts

Ich kann nichts dafür, als ich dran bin, bin ich irgendwie leicht auf Krawall gebürstet.
Anstatt mich ordnungsgemäß vorzustellen, beginne ich mit „Wie können wir eigentlich erwarten, dass unsere Kunden uns verstehen, wenn wir selbst untereinander nicht einmal die selbe Sprache sprechen?“

Und dann lege ich los: Wie soll ein Kunde denn wissen, was wir unter „Risiko“ verstehen? Wieso haben wir jedes Recht verloren, Vertrauen von unseren Kunden einzufordern? Warum werden so viele Versicherungen aufgelöst?
Die Antwort könnt Ihr Euch ja denken. Weil Finanzbildung fehlt.
Ich kann euch überhaupt nicht genau erzählen, was ich alles gesagt habe. Wenn ich auf solchen Foren stehe und keinen klaren Lehrauftrag habe, rede ich von der Seele weg, was mir einfällt…

Ich habe also berichtet, wie ich arbeite, was das mit Menschen und ihren Finanzentscheidungen macht. Wie umfassend die Veränderung ist, die eine grundsätzliche Finanzbildung verursacht. Wie einfach es ist, mit solchen Kunden nachhaltiges, sauberes Geschäft zu fahren und faires Geld zu verdienen. Die Versicherungswirtschaft müsste jubeln, denn es ist leicht, einem solch aufgeklärten Kunden genau die Versicherung zu verkaufen, die er benötigt.

#Belächelt

Ich kann Dir natürlich nicht sagen, was in den Köpfen meiner Zuschauer vorgegangen ist. Ich habe mir eingebildet, an einigen Mienen zu erkennen, dass sie mit mir überhaupt nichts anfangen konnten – zu weit weg von der eigenen Welt. Selbstverständlich viel Lob für die Arbeit als Geldlehrer (Ja, das brauchen wir!), aber auch die freundliche Herablassung, das mein „Projekt“ (es war meine Firma gemeint!) zwar sehr löblich, aber ja wohl nicht massetauglich sei. Der Verbraucher per se habe kein Interesse an Finanzbildung und müsse derweil an die Hand genommen und per Produktverkauf auf den richtigen Weg gebracht werden.

Erst auf der Heimfahrt fiel mir dazu die eigentlich passende Entgegenung ein: Finanzbildung ist kein Projekt. Finanzbildung ist ein Geschäft. Ein eigener, riesig wachsender Markt, der vollkommen an der etablierten Finanzbranche vorbei geht.
Eigentlich kann ich freundlich zurücklächeln und mich darüber freuen, dass dieser Kuchen unter Menschen und Unternehmen aufgeteilt wird, die wirklich die Welt verbessern wollen.

#Bekämpft

Naja, wirklich angefeindet wurde ich natürlich nicht. Aber es gab Gegenwind. Ich liebe Gegenwind, wenn er mir Schwung gibt und mich herausfordert – aber dafür muss der Lufthauch aus dem eigenen Denken heraus entstanden sein, nicht aus reinem Reflex.

Das schönste Beispiel für Gegenwind ohne Selbstreflexion kam, als wir gerade in der großen Runde übereingekommen waren, dass viele der heute vertriebenen Produkte selbst von den Vermittlern, die sie verkaufen, nicht verstanden werden.

„Wie können wir erwarten, dass Verbraucher frohen Herzens solchen Produkten besparen, wenn ihnen nicht mal der Verkäufer genau erklären kann, wie sie funktionieren?“
„Der Verbraucher vertraut ja seinem Vermittler, das ist ja kein Problem.“
„Und der Vermittler muss das Produkt dann nicht verstehen, weil…?“
„Er seinem Produktanbieter vertraut!“
„Und wer kontrolliert das und prüft die Versicherungsgesellschaft auf Vertrauenswürdigkeit ab?“
„Niemand. Die Gesellschaft darf ja auf sich selbst vertrauen, sie ist ja die Instanz.“

Ja, klar. Mach mal so weiter. Das ist genau das, wo wir herkommen und was uns überhaupt in die ganze Bredouille gebracht hat. In einer solch absolutistischen Struktur hat der mündige Verbraucher natürlich keinen Platz, zu seinem eigenen Besten. Er weiß ja nicht, was er tut, und das ist gut so. Boah, nee, mit solchem Zynismus komme ich nicht zurecht.

#Gewonnen

Natürlich habe ich nicht gewonnen. Aber ich habe auch nicht verloren – und das ist das, was für mich den Tag dann doch zu einem Gewinn macht. Wenn auch vielleicht die Häfte der Anwesenden nicht verstanden hat, warum ich tue, was ich tue und warum das, was ich tue eigentlich eine Chance für die Finanzbranche ist und keine Bedrohung oder Spinnerei, so war doch die andere Hälfte wenn schon nicht ganz, so doch in Teilen bei mir.
Ich wurde gebeten, als Gast in der Fachgruppe mitzuarbeiten, die sich finanzielle Bildung auf den Tagesordnungspunkt geschrieben hat. Falls diese Einladung noch steht, nachdem ich diesen Artikel veröffentlicht habe: Ja, das mache ich sehr gerne.

Ein paar neue Impulse habe ich setzen können, ein paar andere Gedanken waren vielleicht nicht neu, aber doch noch nicht in solchem Rahmen laut ausgesprochen – schaden kann das ja mal nicht.

Ich wünschte mir nur manchmal, ich könne so sprechen, dass es auch dem vernagelsten Zuhörer genauso logisch wie mir vorkommt, dass wir unsere privaten und gesellschaftlichen (Finanz)probleme nur dann lösen können, wenn wir gleichzeitig an allen abstehenden Enden des gordischen Knotens ziehen: Finanzbildung ist eines davon.

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Warum ich eine ganz furchtbare Bankkundin bin https://www.finanzbildung.jetzt/warum-ich-eine-ganz-furchtbare-bankkundin-bin/ https://www.finanzbildung.jetzt/warum-ich-eine-ganz-furchtbare-bankkundin-bin/#comments Fri, 29 Jun 2018 13:42:24 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=7848 Heute morgen hatte ich mal wieder ein Bankgespräch. Ich liebe ja solche Gelegenheiten, bei denen ich mich nochmal am eigenen Leib davon überzeugen kann, warum ich kein Banker mehr bin. Ich wurde mal wieder nicht enttäuscht! Diesmal war ich nicht in eigener Sache unterwegs, sondern mit meinem Vater: Er wurde angerufen, dass an seinen Konten […]

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Heute morgen hatte ich mal wieder ein Bankgespräch. Ich liebe ja solche Gelegenheiten, bei denen ich mich nochmal am eigenen Leib davon überzeugen kann, warum ich kein Banker mehr bin. Ich wurde mal wieder nicht enttäuscht!

Diesmal war ich nicht in eigener Sache unterwegs, sondern mit meinem Vater: Er wurde angerufen, dass an seinen Konten etwas umgestellt werden müsse, weil blablabla…

Es lebe die Bürokratie

Einer meiner größten Aufreger zu Bankzeiten war ja schon immer die überbordende Bürokratie, in der jede Beratung zu ersticken droht und die jeden noch so trivialen Sachverhalt in einer Papierschlacht münden lässt. So auch heute.
Die Sparkasse meines Vaters fühlte sich von der  DSGVO genötigt, sich Unterschriften zum Datenschutz einzuholen, lustigerweise ist in den 3 beidseitig klein bedruckten DIN-A4 Blättern gerade nebenbei nochmal die Vereinbarung zur Kontaktaufnahme im Angebotsfalle – selbstverständlich auch für die kooperierenden 18 (!) Verbundpartner – geregelt.

Selbstverständlich geht es nicht darum, uns anrufen zu dürfen, wenn ein unschlagbares Angebot darauf wartet, von uns in Anspruch genommen zu werden, sondern nur um: „Dürfen wir sie anrufen, wenn mit Ihrem Konto was ist?“. (HALLO!? Sie müssen mich sogar anrufen, wenn mit meinem Konto was ist!).

Ich nicke nur freundlich und unterschreibe, denn ich bin immer gespannt darauf, mit Vertriebsmenschen aus der Finanzindustrie zu telefonieren, ich lerne dabei nämlich immer was. 😉 (Nein, ich bin nicht gemein. Ich meine das ernst. Irgendwo muss der Stoff für meine Blogartikel ja schließlich herkommen.)
Auch mein Vater unterschreibt begeistert, er ist ein Meister darin, Werbetelefonate zu einem mentalen Desaster für den Anrufer werden zu lassen.

Trotzdem beginnt er, unruhig auf seinem Stuhl hin und her zu rutschen – wir sitzen schon seit fast 20 Minuten hier und wissen noch nicht recht, warum…

Kommen wir zum Wesentlichen

Aber nun, jetzt geht es los:
Sie lassen die alten Kontomodelle auslaufen und machen mit allen Girokonten neue Preisvereinbarungen.
So, wie mein Vater mit seinem Konto umgehen möchte (er möchte seine Kontouszüge schwarz auf weiß. Am Kontoauszugsdrucker. Und nein, er möchte das Konto nicht ausschließlich online führen.) wäre das das neue Premium-Modell, Kostenpunkt 15,90€ im Monat.

Ich schlucke ein wenig, mein Vater zuckt kurz – aber naja. Wir haben schon oft darüber diskutiert, dass Banken es sich zunehmend teurer bezahlen lassen, wenn man ihnen tatsächlich Arbeit macht und sogar noch regionale Ansprechpartner will.
Ich merke, wie der Blutdruck meines Vaters ganz zart zu steigen beginnt und er stellt seine liebste (und sehr berechtigte) Grundsatzfrage: „Sagen Sie mal, finden Sie es eigentlich richtig, dass gerade ältere Menschen, die mit dem Onlinekram nicht so gut umgehen können und starke Bedenken wegen der Sicherheit haben, auch noch dafür bestraft werden?“

Wir brauchen weitere 15 Minuten mit weiteren 3 Seiten Papier. (Ihr müsst das übrigens alles verdoppeln. Ich spreche hier immer nur von den Seiten, die ich als Kopie in die Hand gedrückt bekomme.)

Smalltalk unter Bankern

Während der Drucker also vor sich hindruckt und der durchaus sympathische ältere Banker vor sich hinplappert, wie recht mein Vater hat und wie schlimm diese Digitalisierung gerade im Zusammenhang mit der Niedrigzinsphase für die Banken doch ist, kann ich dann doch meine Klappe nicht halten: „Naja, wir haben 10 Jahre lang mit aller Gewalt die Menschen aus den Filialen herausgetrieben. Dann haben wir 10 Jahre gebraucht um festzustellen, dass mit Leuten, die nicht mehr in die Filialen kommen, ganz schlecht Geschäft zu machen ist. Und seit 10 Jahren kämpfen wir verzweifelt darum, der innovativen digitalen Entwicklung anderer hinterherzuhechten, während wir gleichzeitig den Spagat zwischen nicht mehr vorhandenen Service, mangelhafter Beratung und riesigen Ertragsdruck versuchen. Das kann nicht gut gehen, wir schaffen uns gerade ab. Zu recht.“

Mist.
Wir?! Wie kann ich bloß noch „wir“ sagen? Ich bin seit fast 10 Jahren draußen – und falle, sobald ich Bankenluft wittere, in alte Angewohnheiten zurück?! Wie blöd. Ich ärgere mich und hoffe, der Banker hat das „wir“ über dem emsigen Computertippen überhört.

Hat er natürlich nicht.
„Oh, Sie sind vom Fach! Ja aber, dann wissen Sie ja, dass immer mehr Filialen geschlossen und immer mehr Banker entlassen werden?! Das ist doch furchtbar!“
Er ist nicht recht begeistert von meiner Ausführung, dass ich die ganze (Bank)-Beraterzunft am Aussterben sehe und dass ich es für vollkommen angebracht halte, dass sich neue Berufsbilder in der Finanzbranche entwickeln.

„Aber dann werden solche Menschen wie Ihr Vater, der unseren Service ja braucht, überhaupt keine Bank mehr haben, zu der sie gehen können!“
Es macht ihn nicht glücklich, dass ich ihm vorschlage, er möge doch mal ein Senioren-Konzept ausarbeiten, ich hätte gehört, dass eine Konkurrenzbank gerade dabei ist, so etwas in trockene Tücher zu packen. (Leider ist das gelogen. Ich kann nicht verstehen, warum sich gerade die kleinen Regionalbanken nicht wenigstens dort positionieren, wo sie noch gute offline-Nischen fair bepreist bedienen könnten.)

„Aber dann wird sich ja die ganze Bankenlandschaft ändern und am Ende bleiben nur noch ein paar wenige übrig!“
Ja, da hat er wohl recht. Aber mehr als diese Wenigen werden wir dann auch nicht mehr brauchen. Service gibt’s woanders besser und billiger. Beratung sowieso. Zahlungsverkehr übernehmen Paypal, Wirecard, Google und Amazon, als Kopf genügt eine Weltbank.
Und Bargeld gibt’s dann eh nicht mehr.

Hier sind wir uns dann wieder einig: Das gefällt ihm genausowenig wie mir.
Er sieht die Schuld dafür allerdings wieder bei der Digitalisierung (sein Lieblingsfeindbild, wie ich merke) – ich konstatiere, dass auch hier die Banken die Abschaffung des Bargeldes munter vorantreiben. Geldautomaten sind teuer, Kassierer sind teuer, Sicherheitsvorkehrungen sind teuer, Bargeldtransporte sind teuer – kurzum: Alles, was mit der Bargeldversorgung der Bevölkerung zu tun hat, ist teuer. Also ist es angesichts des momentanen Kostendrucks doch wirklich sinnvoll, zu ignorieren, dass man auf der falschen Seite des Astes sitzt, den man gerade im Begriff ist, abzuschneiden. Lasst uns lieber weiter teure Geldautomaten abschaffen und Gebühren für Abhebungen unter 50,- – ach was, 100,- müssen es demnächst schon sein! – verlangen!

Hier ist mein Vater wieder ganz bei uns und beschwert sich (wieder zu recht), dass es heute ja fast eine Unmöglichkeit sei, mehr als 1.000,- Euro des eigenen Geldes auf einmal in die Hände zu bekommen. Ich kann sehr gut verstehen, wie sehr sich eine Generation, die schon erlebt hat, wie es ist, schnell weg zu müssen, darüber grämen muss, nicht auf sofortigen Abruf an das eigene Geld zu kommen. Ich habe deutlich mehr Vertrauen in die Stabilität und Sicherheit unseres Landes, aber auch mir gefällt es nicht, zwei oder drei Tage warten zu müssen, wenn ich mal 20.000,- Euro abheben wollte (mache ich eh nicht. Aber ich will es können, wenn ich es wollen würde.)
Mein Banker schaut bedröppelt.

Ich wähne uns am Ende des Termins, aber unser Berater ist noch nicht fertig. Er will uns noch etwas geben.

Kommen wir zum wirklich Wesentlichen

Er legt meinem Vater mal wieder ein Formular zum Unterschreiben vor und drückt mir gleichzeitig einen Stapel Papier und eine Broschüre in die Hand. Ich falle aus allen Wolken, als ich lese „Versicherungsbestätigung für Handy/Laptop Plus“.
WTF?!

Unser Banker zieht den Kopf ein und beeilt sich, uns zu versichern, dass diese Versicherung ein Bestandteil des neuen Kontomodells wäre und ein absoluter Mehrwert, auf den wir auch verzichten könnten, aber er muss sich den Empfang der Unterlagen doch bestätigen lassen und da steckt nichts dahinter und es ist alles ganz unschuldig….
Ich kann mir nicht helfen, ich breche in lautes Gelächter aus. Verdammt nochmal, sie haben wirklich nichts – aber auch garnichts! – gelernt, die Banken!

Wie tief muss man sinken, um eine Provisionsvereinbarung mit einem Versicherer auszuhecken (ich habe noch nicht herausgefunden wer genau das ist, werde aber noch berichten) damit man die eigenen Kontomodelle so umstricken kann, dass es a) de facto nur eine moderate Preiserhöhung und b) einen automatischen (und verprovisionierten) Versicherungsabschluss generiert? Selbst wenn diese Versicherung nur ein paar Cent kostet und aus den Mehrgewinnen der neuen Kontoführungsgebühren bezahlt wird, selbst wenn es wirklich ein Mehrwert sein sollte (ich hege meine Zweifel): Unterm Strich bleibt, dass der Kunde seine Daten preisgibt, automatisch auch Kunde bei einem neuen Anbieter wird – und dass er etwas verkauft bekommen hat, was er überhaupt nicht wollte. Er hat etwas unterschrieben, was ihm nicht bewusst war. Selbst wenn er es nicht benutzt, selbst wenn es nicht schadet – es ist Augenwischerei. Es ist Verschleierungstaktik. Es ist verwirrend, intransparent und respektlos.

Ich grinse immer noch, als wir die Bank verlassen.
Es ist aber ein bisschen schief, mein Grinsen: Mir wäre lieber gewesen, sie hätten uns nur wegen blöder Bürokratie und einer einfachen Gebührenerhöhung die Zeit gestohlen.

Ich glaube, ich werde so schnell nicht mehr „wir“ sagen.

 

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Wie lange ist mittelfristig? – Geldanlagefristen https://www.finanzbildung.jetzt/1-minuten-finanztipp-geldanlagefristen/ https://www.finanzbildung.jetzt/1-minuten-finanztipp-geldanlagefristen/#respond Thu, 21 Jun 2018 08:00:20 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=7751 Häufig wird beim Thema Geldanlagen von „Fristen“ gesprochen. Kurzfristig, Mittelfristig und Langfristig. Je nach Alter, Lebensabschnitt usw. kann das für dich etwas ganz anderes bedeuten, als für deinen Bank- oder Finanzberater, daher möchte ich heute klären, was die einzelnen Begriffe allgemein im Bereich von Finanzen bedeuten. Bei diesen „Fristen“ geht es darum auszudrücken, welchen zeitlichen […]

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Häufig wird beim Thema Geldanlagen von „Fristen“ gesprochen. Kurzfristig, Mittelfristig und Langfristig.

Je nach Alter, Lebensabschnitt usw. kann das für dich etwas ganz anderes bedeuten, als für deinen Bank- oder Finanzberater, daher möchte ich heute klären, was die einzelnen Begriffe allgemein im Bereich von Finanzen bedeuten.

Bei diesen „Fristen“ geht es darum auszudrücken, welchen zeitlichen Horizont du dir und deinem Geld für eine Investition oder Anlage gibtst/einräumst. Wie lange kannst du Geld in etwas gebunden lassen, arbeiten lassen oder oder oder …

Dementsprechend muss und kann natürlich auch eine andere Ergebniserwartung an die Anlage geknüpft werden – daher ist diese Gliederung auch nötig.

Hier also die allgemeinen Definitionen kurz dargestellt:

Kurzfristig 

Hier handelt es sich um Geldanlagen die bis zu einem Jahr „arbeiten“. Du gibst dein Geld also bis zu 12 Monaten „aus der Hand“.
Hier kann es sich um wenige Wochen oder Monate handeln, maximal aber ein Jahr.

Mittelfristig

Ab einem Jahr setzt dann die Definition „mittelfristig“ ein. Eine mittelfristige Geldanlage kann bis zu maximal 6 Jahren definiert werden, alles darüber wird als langfristig bezeichnet.

Langfristig

Langfristige Geldanlagen beginnen bei 7 Jahren. Spricht man mit dir also über einen „langfristigen“ Anlagehorizont so kannst du davon ausgehen dass von einem Minimum von 7 Jahren gesprochen ist, in denen dein Geld angelegt wird und dir somit nicht aktiv zur Verfügung steht. Tatsächlich handelt es sich bei den langfristigen Anlagen jedoch um wirklich lange Zeithorizonte von 10-15 Jahren. Das ist auch der Zeithorizont für den man eine Strategie aufsetzt.

Was willst du?

Werde dir also im Hinblick auf diese Definitionen bewusst, wie lange du dein Geld anlegen möchtest und wie diese Anlagen in deine Lebensplanung passen sodass du diese Information auch entsprechend an deinen Berater/deine Beraterin kommunizieren kannst. So erhältst du auch entsprechend passende Finanzproduktangebote.

Viel Spaß beim Anlegen.

Deine Anette.

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Die neue Fondssteuer in der Praxis https://www.finanzbildung.jetzt/die-neue-fondssteuer-in-der-praxis/ https://www.finanzbildung.jetzt/die-neue-fondssteuer-in-der-praxis/#respond Thu, 07 Jun 2018 08:00:22 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=7737 Zu Beginn des Jahren 2018 ist ja die neue Fonds-Besteuerung eingeführt worden, was für einige fast so aufregend war, wie die DSGVO. Was wurde da gewütet und sich gesorgt! Ein halbes Jahr später haben sich die Gemüter beruhigt und nach der schon fast panischen Berichterstattung herrscht nun Grabesstille – dabei haben wir jetzt richtig was […]

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Zu Beginn des Jahren 2018 ist ja die neue Fonds-Besteuerung eingeführt worden, was für einige fast so aufregend war, wie die DSGVO. Was wurde da gewütet und sich gesorgt!
Ein halbes Jahr später haben sich die Gemüter beruhigt und nach der schon fast panischen Berichterstattung herrscht nun Grabesstille – dabei haben wir jetzt richtig was in der Hand, mit dem wir rechnen können!

Wie ist der Stand der Dinge?

Irgendwie war Silvester – und seitdem ist die Luft raus: Was komischerweise überhaupt nicht mehr öffentlich kommuniziert wurde, war der neue Basiszinssatz, der für 2018 gilt. Der liegt übrigens bei 0,87%  – er ist also gegenüber den 1,1%, die wir alle noch 2017 zugrunde gelegt haben, erstmal gesunken. Da bisher nicht einmal die Online-Rechner auf den aktuellen Stand gebracht worden sind und keiner mehr Beispielrechnungen rechnet, wollte ich jetzt mal wissen, wie sich das denn aktuell so rechnet…

Schema F – Lass uns rechnen!

Wenn du also zu Jahresbeginn 8000€ in deinem Aktienfonds hattest, so errechnet sich anhand des neuen Basiszinssatzes für diesen Fonds schonmal eine Vorabpauschale von 34,10 €.

Nehmen wir mal an, du erwirtschaftest dieses Jahr 8% Wertzuwachs – also steht Dein Fonds bei 8640€ am 31.12.2018.
Dann müsstest du Steuern bezahlen: Von den 34,10€ wären das dann 8,99€, die von deinem Verrechnungskonto abgehen.
Ich finde das zwar nicht schön – aber ganz so schlimm, wie vorher hochgekocht, ist es nun auch wieder nicht…

Gerne verlinke ich nochmal den Blogartikel und das Schema F zum Selberrechnen (Vorsicht, DSGVO-Warnung: Wenn Du Dir das Schema holst, bist Du automatisch auch in meinem Newsletter drin, aus dem Du Dich natürlich auch sofort wieder abmelden kannst!):

hier klickst Du auf den Artikel zur Fondssteuer und hier auf die F&Q.

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1-Minuten Finanztipp: ETFs sind keine Indexfonds https://www.finanzbildung.jetzt/1-minuten-finanztipp-etfs-sind-keine-indexfonds/ https://www.finanzbildung.jetzt/1-minuten-finanztipp-etfs-sind-keine-indexfonds/#respond Wed, 30 May 2018 08:00:51 +0000 https://blog.geldwert-finanz.de/?p=7730 Mein Tipp für heute ist eigentlich eher eine Aufklärung und ein Hinweis:  Nicht alle ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds. Die beiden Begriffe werden gerne synonym verwendet, das ist aber nicht ganz korrekt und kann zu Missverständnissen führen, wenn Du Dir Dein Depot selbst zusammenbaust. Was ist jetzt der Unterschied? Erst einmal ist ein […]

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Mein Tipp für heute ist eigentlich eher eine Aufklärung und ein Hinweis:  Nicht alle ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds.

Die beiden Begriffe werden gerne synonym verwendet, das ist aber nicht ganz korrekt und kann zu Missverständnissen führen, wenn Du Dir Dein Depot selbst zusammenbaust.

Was ist jetzt der Unterschied?

Erst einmal ist ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds. Rein von dieser Bezeichnung her wären eigentlich der Großteil aller (auch gemanagten) Fonds heute ETFs, da ja fast alles heute auch direkt an der Börse von Dir gehandelt werden kann. Grundsätzlich aber verwenden wir den Begriff ETF, wenn wir einen indexbasierten passiv gemanagten Fonds meinen, dessen Preis über den Tag zigmal an der Börse über das Angebot und die Nachfrage jeweils neu zustandekommt.

Es gibt aber auch richtige, echte Indexfonds und die Preise dafür werden jeden Abend nur einmal neu gerechnet – auf der Basis der jeweiligen Schlusskurse der Aktien, die in diesem Indexfonds drinneliegen.
Das heißt also: Wenn Du einen Indexfonds über Tag an der Börse kaufst, musst Du Dir bewusst sein, dass sich der Fondspreis bis zur Abrechnung verändert.

 

Begriffswirrwarr

Indexfonds sind also nicht zwingend ETFs, genausowenig wie ETFs alle passiv gemanaged sind. Ja, Du hast richtig gelesen, mittlerweile gibt es auch aktiv gemanagte ETFs. Und jetzt ist der Punkt, an dem ich sage: Obacht!
Mit diesen verschiedenen Interpretationen des Überworts „ETF“ musst Du vorsichtig sein, weil Du nicht einfach davon ausgehen kannst, dass ETFs nie gemanaged sind oder sie alle nach dem gleichen Muster abgerechnet werden.
Du solltest also beim Fondseinkauf darauf achten, ob es sich dabei um einen passiven, indexbasierten ETF oder einen echten Indexfonds oder vielleicht sogar um einen aktiv Gemanagten handelt, der eben andere Konditionen oder gleich eine komplett andere Story hat, die ggf. nicht in deine Strategie passt.

Happy Trading 🙂

Deine Anette

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Keine Solitäre! https://www.finanzbildung.jetzt/keine-solitaere/ https://www.finanzbildung.jetzt/keine-solitaere/#respond Thu, 26 Apr 2018 10:03:10 +0000 http://blog.geldwert-finanz.de/?p=7578 Heute geht es mal wieder um Strategie: Bitte bleibe ihr treu. Und wenn Du keine Strategie hast: Erarbeite Dir eine! Häufig fällt mir in meinem Beratungsalltag auf, dass hier und da Einzelprodukte (Solitäre) herumgeistern die irgendwie so gar nicht in das Gesamt-Portfolio (damit ist hier die Gesamtheit all Deiner Geldanlagen und Investitionen gemeint) passen. Warum […]

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Heute geht es mal wieder um Strategie: Bitte bleibe ihr treu. Und wenn Du keine Strategie hast: Erarbeite Dir eine!
Häufig fällt mir in meinem Beratungsalltag auf, dass hier und da Einzelprodukte (Solitäre) herumgeistern die irgendwie so gar nicht in das Gesamt-Portfolio (damit ist hier die Gesamtheit all Deiner Geldanlagen und Investitionen gemeint) passen.

Warum ist das „ungut“?

Solche Einzelposten sind wie einzelne Socken! Zu schade zum Wegschmeißen, aber irgendwie wartet man ewig darauf, dass sie irgendwann dann doch noch dazu passen könnte.

Genau ist es mit diesen losgelösten Einzel-Posten. Bei einem einzelnen gemanagten Fonds in einem ETF-Depot zum Beispiel, musst Du (oder Dein Finanzberater) dann versuchen, das Depot um diesen Einzelfall herumzubauen oder das unweigerliche Klumpenrisiko einzurechnen … beides keine saubere Lösung. Und umständlich. Du kannst dir das ersparen indem du gar nicht erst irgendwelche Ausreißer einkaufst.

 

Sol

Was tun, wenn Du einen Solitär hast?

Kann man mal wieder so pauschal nicht sagen – das Produkt musst Du genau anschauen und abwägen. Manchmal ist es aber lohnender, sich von solchen Solitären zu trennen, und sei es nur der Ordnung-halber.

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Vorsicht in der Fintech-Welt https://www.finanzbildung.jetzt/vorsicht-in-der-fintech-welt/ https://www.finanzbildung.jetzt/vorsicht-in-der-fintech-welt/#respond Thu, 19 Apr 2018 08:08:25 +0000 http://blog.geldwert-finanz.de/?p=7574 Das Zauberwort heute: FinTech! Was ist das? Diese supercoole Verkürzung des Wortes, steht für „Finanztechnologie“ und ist Sammelbegriff für alles, was Finanzen mit Technik verbindet. Das kann eine App sein, die Dir beim Sparen hilft oder online Banking. Auch schon der Chip auf Deiner EC Karte gehört dazu. Ein weites Feld mit vielen Spielern… Nicht […]

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Das Zauberwort heute: FinTech!

Was ist das?

Diese supercoole Verkürzung des Wortes, steht für „Finanztechnologie“ und ist Sammelbegriff für alles, was Finanzen mit Technik verbindet.

Das kann eine App sein, die Dir beim Sparen hilft oder online Banking. Auch schon der Chip auf Deiner EC Karte gehört dazu. Ein weites Feld mit vielen Spielern…

Nicht alles ist geregelt

Da wir in Deutschland mit Finanzen und deren Schutz eigentlich ganz gut aufgestellt sind – soll heißen, die BaFin und andere Prüfstellen schauen auf sehr viel drauf – glauben viele, auch bei allen FinTechs wäre das so: „Es wird schon jemand geprüft haben, ob das so ok ist“.

Das ist ein Irrglaube, der es findigen Geschäftemachern viel Raum lässt, auf Dein Geld zuzugreifen oder Dich zu manipulieren. Viele Apps, Vergleiche und andere Services unterliegen keinen reglementierten Standards und können damit auch Grauzonen bespielen, in denen Du Dich überhaupt nicht tummeln würdest, wenn Du es wüsstest.

Was tun?

Informiere Dich. Schau genau, wer hinter den Tools und Seiten steckt, mit denen Du arbeitest und sei sorgsam mit Deinen (Geld-) Daten. Es gibt auch in der schönen neuen Fintech-Welt niemanden, der Dir etwas schenken will (Warum auch?).

Hinweis: Auch bei der praktischsten kostenlosen Service-App handelt es sich am Ende um Produkte, die Dir verkauft werden wollen.

 

Wenn du im Internet einen dieser Services nutzt, wird Dir oft im Anschluss an deine Dateneingabe ein (zwei, drei….unzählige) Angebot(e) gemacht. Offenbar genau auf Dich zugeschnitten, selbstverständlich absolut unabhängig und nur in Deinem Sinne. ^^

Bitte sei nicht blauäugig:
Diese Automatisierungen haben einen vorgefertigten Entscheidungsbaum im Hintergrund laufen. Entscheidest Du bei Möglichkeit 1 etwas, wirst du entsprechend weiter gelenkt zu 2, 3, 4…. und erhältst am Ende ein entsprechendes Angebot. Mag sein, dass die Zahl der Möglichkeiten hoch ist, aber mit „individuell“ und „passend“ hat das noch immer wenig zu tun. Deine Altersvorsorge (und Dein Geld allgemein) sollte Dir mehr Zeit, Wissens-Investment und vor allem Sorgsamkeit wert sein.

Sei vorsichtig!

Auch und gerade wenn kostenlos draufsteht, steckt eine Absicht dahinter, mit Dir Geld zu verdienen (was ja per se vollkommen legitim ist). Es ist nur wichtig, dass Du vorher herausfindest, auf welche Art das Geld mit Dir verdient werden soll – denn nur dann kannst Du entscheiden, ob Dir diese Art passt oder nicht…

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